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Der Psyche Sorge tragen

Am 10. Oktober ist Welttag der psychischen Gesundheit – ein guter Anlass darüber zu sprechen, wie die psychische Gesundheit gestärkt werden kann. Denn genauso wie die körperliche kann auch die psychische Gesundheit gepflegt werden.

Zähneputzen, gesunde Ernährung, Vorsorgetermin – wir alle achten auf unsere körperliche Gesundheit. Auch die psychische Gesundheit kann man stärken und die Abwehrkräfte gegen Belastungen mobilisieren.

Gespräch suchen
Geteiltes Leid ist halbes Leid. Geteilte Freude ist doppelte Freude. Darüber zu reden, wie es einem geht, welche Emotionen man spürt und welche Gedanken man sich macht, ist wichtig, um diese zu verarbeiten.

Beziehungen pflegen
Gute, wertschätzende Beziehungen führen zu Sicherheit, Hilfe und Orientierung. Da Beziehungen stets gegenseitig sind, muss man sie pflegen. Nicht umsonst heisst es, dass man gemeinsam stark ist. In einer Gruppe bei einer sinnstiftenden Arbeit freiwillig mitzuwirken, stärkt Beziehungen und erhöht nachweislich das Wohlbefinden.

Lebensstil beachten
Die Gesundheit von Psyche und Körper ist auch vom Lebensstil abhängig. Es ist erwiesen, dass regelmässige Bewegung und gesunde Ernährung gegen Stress und Belastungen helfen. Auch Entspannung ist wichtig: Bewusstes Ein- und Ausatmen oder kurze Entspannungsphasen im Alltag wirken positiv auf Körper und Psyche.

Neues entdecken
Neues zu lernen und sich kompetent zu fühlen, stärkt die Selbstwirksamkeit und den Selbstwert. Neues zu entdecken oder kreativ zu sein, eröffnet neue Horizonte. Durch kreative Aktivitäten lassen sich Gefühle und Erlebnisse ausdrücken und verarbeiten und Spannungen abbauen.

Selbstwert erkennen
Nobody is perfect! Je besser es gelingt, sich selbst mit allen Ecken und Kanten zu akzeptieren, desto wohler fühlt man sich. Zwei Tipps: Sich bei Belastungen innerlich aufmunternd auf die Schulter zu klopfen oder sich im Spiegel anzulächeln, löst positive Gefühle aus.

Unterstützung annehmen
Hilfe anzunehmen ist ein Zeichen von Weisheit. Jede Person steht irgendwann im Leben mal an. Familie und Freunde können eine wichtige Stütze sein. Manchmal fällt es leichter, mit Aussenstehenden zu reden. Manchmal sind die Belastungen so gross, dass es wichtig ist, sich professionelle Hilfe zu holen, damit sie nicht noch grösser werden.

Angebote für Menschen ab 65 Jahren
Mit zunehmendem Alter sind viele Menschen gesundheitlich eingeschränkt. Nahestehende Menschen werden krank oder sterben, das soziale Umfeld wird kleiner. Das sind grosse Herausforderungen für das psychische Wohlbefinden.
Auf der Website www.gesund-zh.ch/wohlbefinden sind Angebote im Kanton Zürich zu finden, die helfen, das eigene Wohlbefinden zu stärken.

Gesprächstipps helfen weiter
Auch wenn wir uns Sorge tragen – gegen Schicksalsschläge und Krankheit sind wir nie zu hundert Prozent gefeit. Gerade wenn die Psyche leidet, fällt es häufig schwer, darüber zu sprechen und Hilfe zu holen. Auf www.wie-gehts-dir.ch findet man Gesprächstipps für Lebenssituationen, in denen es einem nicht so gut geht, oder wenn man sich um jemanden sorgt. Denn: Je früher Probleme und Erkrankungen benannt und angegangen werden, desto schneller und besser können sie behandelt werden.

Universität Zürich
Institut für Epidemiologie, Biostatistik und Prävention
Prävention und Gesundheitsförderung
Hirschengraben 84
8001 Zürich

Tel. 044 634 46 29
info@gesundheitsfoerderung-zh.ch

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